Warum Sozialarbeit in Schulen wichtig ist

Die Zusammensetzung der Schülerschaft wird nicht nur in Deutschland immer diverser. Gerade in Hauptschulen ist der Anteil an Ausländern heute sehr hoch, vor allem in den Ballungsräumen. Hinzu kommt, dass in Hauptschulen viele Schüler aus armen, einfachen und/oder problematischen Familienverhältnissen kommen. Lehrer sind schon von ihrer Ausbildung her mit de86483477r Aufarbeitung sozialer Probleme überfordert. Hier setzt die Sozialarbeit in Schulen an.

Es ist heute keine Seltenheit, dass von 380 Schülern in einer Hauptschule 200 Ausländer sind und noch andere einen Migrationshintergrund haben. Ebenso selten ist es, das die Wohnverhältnisse schwierig sind, es den Kinder und Jugendlichen an einem eigenen Zimmer fehlt oder manchmal überhaupt an Platz, in Ruhe Hausaufgaben machen zu können. Oftmals kommen Kinder heute in die Schule, ohne überhaupt ein Frühstück gehabt zu haben. Auch ein gemeinsames Mittagessen ist heute selten, vor allem wenn beide Elternteile berufstätig sind. Und immer häufiger kommt es vor, dass Kinder gar nicht mehr bei den Eltern wohnen, sondern in Jugendhilfeeinrichtungen wie Wohngemeinschaften untergebracht sind.

Schulen können hier mit Ganztagesangeboten und Horteinrichtungen helfen. Für diese werden dann meist Sozialarbeiter, Sozialpädagogen oder Freizeitpädagogen eingestellt. Ihre Aufgabe ist es, sowohl die Lebenssituation der Schüler zu erörtern und Lösungsansätze zu entwickeln als auch die Kinder tagsüber zu betreuen.

Ein große Rolle spielt hierbei die Vermittlung sozialer Kompetenzen, aber auch das Lernen von künsterlischen Ausdrucksformen, das oft im normalen Schulbetrieb zu kurz kommt. Natürlich muss einfache Freizeitbeschäftigung möglich sein, deswegen gibt es oft Tischfußball, Tischtennissplatten oder Brettspiele sowie heute natürlich Computer mit Internetanschluss, die genutzt werden können.

Gerade die Einnahme von gemeinsamen Mahlzeiten kommt bei den Schülern gut an, wie Umfragen zeigen. Zwar kann die Schule kein Elternhaus ersetzen, aber das Gruppenerlebnis gibt den Kindern und Jugendlichen psychischen Halt und Stabilität. Die Anwesenheit und Verfügbarkeit von Sozialarbeitern, stellt dabei sicher, dass Probleme jederzeit angesprochen werden können und dass man professionelle Hilfe hat, sie zu lösen.